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01. - 02. Juli 2020
Novotel München Messe

Anwenderforum Passive Bauelemente

Programm

Tag 1 - Dienstag, 02. Juli 2019

Parallele Sessions

09:00 - 19:30
Session 1 Kondensatoren
09:00 - 09:30
Keynote Jean Quecke, Future Electronics Deutschland
09:30 - 10:15
Intensivseminar: Kondensatortechnologien und die EMV ? ein perfektes Zusammenspiel Thomas Gerspitzer, Würth Elektronik eiSos; Robert Schillinger, Würth Elektronik eiSos  
Kondensatoren sind für jede Schaltung elementare Bestandteile für die Funktionalität. Wenn man alle Kondensatoren über die verschiedenen Technologie zusammenzählt, verliert man schnell den Überblick wegen der schieren Masse an Möglichkeiten. Um hier mit der Auswahl voran zu kommen, stellt man schnell fest, dass man die Freiheitsgrade für die Auswahl einschränken muss (z.B. Bauform, Technologie usw.). Eine weitere Einschränkung wäre die Betrachtung einer speziellen Anwendung, in diesem Fall die EMV. Es ist prinzipiell möglich auch hier alle Technologien einzusetzen, jedoch sollte hier z.B. wenn man Netzfilter aufbaut, auf spezielle Zertifikate achten. Schaut man tiefer in die Schaltungstechnik, ist es möglich mit den Eigenschaften der verschiedenen Technologien (Aluminium-Elektrolyt, Polymer-Elektrolyt und MLCC) Einfluss auf die EMV der Applikation zu nehmen. In diesem Vortrag werden die drei Technologien angesprochen, ein Vergleich gezogen und die Auswirkung auf die EMV dargestellt. Dies wird anhand eines Abwärtswandlers aufgezeigt. Abgerundet wird der Vortrag mit dem Thema Step-by-Step Aufbau eines Netzfilters.
10:15 - 11:00
Kaffeepause & Networking in der Ausstellung
11:00 - 11:30
Elko-Lebensdauerabschätzung Dr. Arne Albertsen, Jianghai Europe Electronic Components  
Aluminium-Elektrolytkondensatoren bestimmen über ihre Lebensdauer die Brauchbarkeitsdauer der Geräte, in denen sie eingesetzt sind. Die Kenntnis einiger wesentlicher Parameter dieser Bauelemente, die durch den in ihnen enthaltenen flüssigen Elektrolyten eine Besonderheit unter den elektronischen Bauteilen darstellen, ist zur sicheren Auslegung von Geräten unabdingbar. Die typischen elektrischen und thermischen Parameter sowie die Definitionen von Zuverlässigkeit und Lebensdauer werden erläutert. Als Hilfsmittel zur Lebensdauerabschätzung stehen graphische (Lebensdauerdiagramme) und numerische (Lebensdauermodell) Methoden zur Verfügung. Die Anwendbarkeit der allgemein formulierten Modelle und ihrer Ergebnisse hängen im Einzelfall von der Baureihe und der Applikation ab. Daher ist eine intensive Projektbegleitung und Bestätigung der Abschätzungen durch den Elko-Hersteller immer erforderlich. Ein praktisches Beispiel zeigt, wie man die vorgestellten Hilfsmittel anwenden kann, um zu einer applikationsspezifischen Lebensdauerabschätzung zu kommen.
11:30 - 12:00
Einführung in 3 polige Keramikkondensatoren Rüdiger Scheel, Murata  
The use of electronic equipment is creasing every day and clock rate of Processors and Switching-Power-Supplies is increasing. To be able to let all equipment still work without disturbance the suppression of ripples to achieve a stable DC-Voltage becomes more and more important. 3- Terminal-Capacitors can provide a much better noise suppression than normal MLCCs and can reduce significantly the component count per device if applies in the right way.
12:00 - 12:45
Podiumsdiskussion Engelbert Hopf, Markt & Technik; Ralf Higgelke, DESIGN&ELEKTRONIK
12:45 - 14:00
Mittagspause & Networking in der Ausstellung
14:00 - 14:30
Keynote: Capacitor Trends and Challenges Martin Barta, TTI; Dr. Tomas Zednicek, European Passive Components Institute
14:30 - 15:00
Polymer- und Tantalkondensatoren ? Ersatz zu MLCCs? Ussama Margieh, AVX  
Der Markt für MLCC-Kondensatoren durchläuft derzeit eine schwierige Zeit, was die Verfügbarkeit und Liefersituation betrifft. Einige Hersteller von MLCCs haben ihr Segment mit niedriger Marge verlassen und konzentrieren sich auf die Lieferung von Teilen mit höherer Wertschöpfung. Dies führte zu einer erheblichen Verknappung von MLCCs, dessen Beseitigung mehrere Jahre dauern kann. Im Laufe der letzten Jahre wurden Tantal- durch MLCC-Kondensatoren ersetzt, vor allem aus Preis- und Verfügbarkeitsgründen. Aufgrund der momentan angespannten Liefersituation bei MLCCs und um flexibel und produktionsfähig zu bleiben, kann es durchaus sinnvoll sein, einige der grundlegenden Design Guidelines für den Ersatz von Kondensatoren aus der entgegengesetzten Richtung aufzufrischen – nämlich MLCC-Kondensatoren durch andere Technologien zu ersetzen. Der Vortrag geht auf den grundsätzlichen Aufbau sowie auf die Besonderheiten der einzelnen Kondensatortechnologien ein und zeigt auf wo die Unterschiede bei den elektrischen Eigenschaften in Abhängigkeiten von den verschiedenen Parametern wie Frequenz, Temperatur, DC/AC-Spannung usw. liegen. Desweiteren werden ein paar Design Richtlinien erklärt worauf man achten sollte, wenn es darum geht, den passenden Kondensator für die Applikation zu finden und wenn MLCC-Kondensatoren durch andere Technologien ersetzt werden sollten.
15:00 - 15:30
Designänderungen durch Allokation Rayk Oppelt, wittig ELECTRONIC  
Designänderung durch Allokation Die Verknappung von Elektrolytkondensatoren, Widerständen und Keramikkondensatoren hat viele Ursachen. Eine Ursache, die von der Chinesischen Regierung ausgerufene Initiative „Blue Sky“, welche die strengeren Umweltauflagen durchsetzen soll, wird bald wieder zu einer stabilen Produktion der verschieden Rohmaterialhersteller führen und damit die Lieferengpässe bei Elkos und Widerständen weniger werden. Die weiteren Ursachen mit Auswirkung auf MLCCs, der rapide Bedarfsanstieg, die Abkündigungswelle der großen Hersteller und die Neuausrichtung auf asiatische Applikationen mit meist kleinen Bauformen für Smart/IoT/5G wird trotz neu geschaffener Produktionskapazitäten nicht ausreichen, um vor allem den europäischen Markt mit tendenziell größeren Bauformen und höheren Leistungsklassen im Industrie- und Automobilbereich beliefern zu können. Der Run von anderen Kondensatorentechnologien, wie Tantal und Alu-Elkos hin zu MLCC war nicht zielführend. Wir zeigen an Hand von industriellen und automotiven Fallbeispielen einen sinnvollen Ersatz von MLCC. Die Auswahl von Kapazitäten nicht 1:1 nach dem Application Note – sondern nach der wirklich benötigten Performance. Wir gehen auf die Besonderheiten und Eigenschaften der Keramikkondensatoren ein und bieten Lösungsansätze mit Aluminium Polymer, sowie Aluminium Hybridkondensatoren. Das sind Kondensatorentechnologien, welche sich über Jahre im Markt etabliert haben und vor allem den 1206/1210; 2,2µ/3,3µ/4,7µ/10µF; 50/100V MLCC paroli bieten können. Wir wissen, Designänderungen kosten Geld und binden technische Ressourcen für Layoutänderungen, Test´s , Erprobungen und Neuzertifizierungen, aber auch die Chance die eigenen Produkte mit lieferbaren Bauteilen fertigen und verkaufen zu können.
15:30 - 16:15
Kaffeepause & Networking in der Ausstellung
16:15 - 16:45
Keramische Kondensatoren in der Leistungselektronik Axel Schmidt, KEMET Electronics; Alexander Schedlock, Jianghai Europe Electronic Components  
Die Möglichkeiten durch den Einsatz von SiC and GaN stellen veränderte Ansprüche an passive Bauteile. In Anwendungen wie Wireless Power Transfer fordern Resonanzkreise höhere Schaltfrequenzen, die ermöglicht durch die neuen WBG - Halbleiter stellen neuartige Ansprüche an passive Komponenten. Resonanzkreise mit 85kHz und mit Spitzenströmen von über 1000A brauchen entsprechend ausgelegte Kondensatoren, die zudem den harschen Anforderungen der Automobilindustrie Rechnung tragen müssen. Das thermische Verhalten, die Stromtragfähigkeit und steile Flanken bei hohen Spannungen und Strömen bringen bisherige Technologien an die Grenzen. Die Eigenresonanz im Wesentlichen durch die Geometrie der Bauteile bestimmt, verlangt bei höheren Schaltfrequenzen kleinere und leistungsfähigere Bauteile. Parallel verstärken sich elektromagnetische Störungen und müssen mit geeigneten Filtern aus passiven Bauteilen, wenn auch nicht eleminiert zumindest minimiert werden. Der Einsatz neuer Materialien und -prozesse wie Transient Liquid Phase Sintering schaffen neuartige Verbindungstechnologien für den verlustarmen Aufbau von Keramikkondensatoren bis 150°C. Ein Bereich also, der mit herkömmlichen Filmkondensatoren nicht mehr abgedeckt werden kann. Der Beitrag zeigt Lösungen auf, gibt Hilfestellung für neue Designs und weist auf Fallstricke hin.
16:45 - 17:15
Energy-Capacitors ? neuartige Energiespeicher für die Elektronik Alexander Schedlock, Jianghai Europe Electronic Components  
Der steigende Bedarf und die wachsenden Anforderungen an Energiespeicher für mobile Geräte, Energierückgewinnung und Elektromobilität bringen traditionelle Batterie-Lösungen an ihre technologische Grenze. Zu kurze Lebensdauern, begrenzte Leistungsdichten und Sicherheitsrisiken schränken den Einsatz von Batterien in bestimmten Applikationen dabei ein. Hier liegen wiederum die Stärken von Kondensatoren. Doch als alleiniger Energiespeicher für die Stromversorgung einer Schaltung sind klassische Kondensatoren meist nicht ausreichend, denn ihre relativ geringe Energiedichte vermag die Versorgung nur für einen kurzen Zeitraum zu gewährleisten. Hier setzt das neue „Energy-C“ Konzept an, das eine hohe Leistungsdichte bei gleichzeitig hoher Energiedichte vereint. Das „Energy-C“ Konzept ruht auf zwei Säulen: die Basis bildet die Electric-Double-Layer-Capacitor Technologie (u.a. bekannt als Supercap oder Ultracap). Die zweite Technologie trägt den Namen Lithium-Ion-Capacitor und ist eine Weiterentwicklung der EDLC. Hier wird die Kathode gegen eine dotierte Graphit-Elektrode getauscht. Der Einsatz von unterschiedlichen Elektrodenmaterialien bestimmt die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Technologie. Die gegenüber dem EDLC veränderte Kathode verschiebt die Anteile von der elektrostatischen Doppelschichtkapazität hin zur elektrochemischen Pseudokapazität. Das Elektrodenmaterial ist der Schlüssel zu größeren Energie- und Leistungsdichten. Wie bei den Batterietechnologien sind die größten Stressfaktoren für „Energy-C“ Kondensatoren Temperatur und Spannung. Diese Parameter beeinflussen sowohl die Lebensdauer als auch die Zyklenfestigkeit und den Leckstrom der Bauteile. Ein praktisches Applikationsbeispiel zeigt, wie man einen passenden „Energy-C“ auswählt.
17:15 - 17:45
Der Wetting Effect an Doppelschichtkondensatoren René Seyfert, wittig ELECTRONIC  
Doppelschichtkondensatoren zeichnen sich durch sehr große Kapazitäten im Bereich von mehreren tausend Farad aus. Durch Ihre stetige Entwicklung werden immer mehr Bereiche erschlossen in denen diese Technologie Anwendung findet. Ob als Energiespeicher in Bussen und Bahnen oder als automatisches Tür-Not-System sind Doppelschichtkondensatoren mittlerweile in sehr vielen Anwendungsgebieten zu finden. Neben den bereits bekannten Eigenschaften von relativ kleiner Spannungsfestigkeit von 2,3V-3V und Temperaturbereichen von bis 85°C, tritt immer häufiger der Wetting Effect auf. Der Wetting Effect ist ein Phänomen welches besonders bei mittleren Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit auftritt. Die Folgen dieses Effektes können weitreichend sein, da Sie unter bestimmten Umständen zum Kurzschluss in der Applikation führen können. Im Vortrag sollen Ursachen erläutert werden wieso der Wetting Effect auftritt und was durch Hersteller bereits unternommen wurde um dieses Phänomen zu verlangsamen oder zu unterbinden. Außerdem werden verschiedene Konstruktionsweisen von Doppelschichtkondensatoren beleuchtet und erörtert welche besonders anfällig/gefährdet vom Wetting Effect sind.
17:45 - 18:30
MLCC Downsizing Juergen Geier, Rutronik  
MLCC - Miniaturization Background, numbers, advantages miniaturization ?Sizes, Solderpads ?Characteristics ?Nominal / preferred Values / Tolerances ?Voltages ?Features ?Other technologies ?MLCC-Overviews, how to look for smaller parts ?Main parameters / Alternative-crosstable ?Summary It‘s a must to check the real requests by application and function 1.) to get more/addititional alternatives 2.) to get more possibilities for downsizing But don‘t forgot to check also the normally check-points : What‘s the real minimum working capacitance under which conditions (because temperature-, DC-Bias-, etc. drifts and Aging) If there are any doubts, please ask , check with our FAE‘s and Productmarketing There must be a support from the market itself ! ?Downsizing | higher effectivity on the production side ?Flexibility | 2nd, 3rd, 4th, etc. Source; sml, big Reel; Voltage, Tol., etc. ?Other technologies | Tantalum, etc. ?Disposition | honest and longterm Follow your original forecasts, short termed increases are not possible atm Avoid double bookings, we need to know where and what qtys are really needed Long term shedules, planning your future demands at our side, but also at supplier side
18:30 - 19:30
Get-together

Tag 2 - Mittwoch, 03. Juli 2019

Parallele Sessions

09:00 - 14:00
Session 2 Induktivitäten
09:00 - 09:30
Keynote: Ultracapacitors and e-mobility, future technology vision or real business case? Taavi Madiberk, Skeleton Technologies
09:30 - 10:15
Intensivseminar: Speicherdrosseln Demystified Alexander Gerfer, Würth Elektronik eiSos  
Übersicht Induktivitäten • Bauformen & Technologien von Speicherdrosseln • Kernmaterialien und deren Anwendung Auswahl von Speicherdrosseln- Schritt für Schritt erklärt • Induktivität und Ripplestrom am Beispiel Buck & Boost • Nennstrom – Definition und Datenblattangaben • Sättigungsstrom – Definition und Unterschied weiche und harte Sättigung • Derating von Speicherdrosseln • Temperaturverhalten • Kernmaterialverluste – Einflussfaktoren und wie ermitteln? • Effizienz • Geschirmte, semi-geschirmte, ungeschirmte Speicherdrosseln • EMV-Verhalten von Speicherdrosseln • EMV-Filterdesign • Designtipps Dieses Seminar vermittelt die wichtigen Grundlagen und Praxistipps zur Auswahl der besten Speicherdrossel für DC/DC-Wandler und erklärt grundlegende Filterschaltungen. Es beleuchtet dabei die Aspekte und Limitierungen, die nicht unbedingt in den Datenblättern für den Anwender einfach zu identifizieren sind. Komprimiert wird hier das Wissen vermittelt, um die Einflussfaktoren zu kennen und deren Wirkung und Optimierungsansätze für die Schaltung zu verstehen. Ein praktisches Tool (REDEXPERT) verkürzt die Entwicklungszeit und bündelt das Praxiswissen online.
10:15 - 11:00
Kaffeepause & Networking in der Ausstellung
11:00 - 11:30
Einführung in stromkompensierte Gleichtaktdrosseln Rüdiger Scheel, Murata  
New applications in consumer, automotive and industry more can more bus systems (Ethernet, CAN, USB, etc.) are used to distribute data between the ECU inside the application or to transport data to external devices. Increasing data rates make a more efficient use of EMI filter components necessary with distortion of the desired signal. How to efficiently decide which part will be used for which application and why is the content of the presentation.
11:30 - 12:00
Vorteile und Hauptanwendungsfelder amorpher & nanokristalliner Kernmaterialien Stephan Christ, EXXPAND Electronic  
Der Vortrag gibt Aufschluss und detaillierte Informationen zu Vorteile, Hauptanwendungsfelder und Märkte von Amorphen & Nanokristallinen Kernmaterialien, und zeigt auf dass diese Materialien entgegen des Standpunktes der meisten Entwickler für bestimmte Applikationen sogar deutlich günstiger sind als z.B Ferrite Kernmaterialien. Durch die höchsten Permeabilitäten und der extrem hohen Temperaturstabilität – gegenüber anderen Kernmaterialien - sind die mit Amorphen & Nanokristallinen Kerntypen produzierten Bauteile kleiner, leichter, leistungsstärker und effizienter. Folgende Anwendervorteile ergeben sich daraus: -bis zu 80% geringeres Gewicht -wesentlich kleinere Bauformen, um Faktor 3 und mehr -bis zu 100% höhere Leistungsdichte -reduzierte Kupferverluste durch geringere Windungszahlen -größere Reserven und stabilerer Betrieb sowie hohe Robustheit Diese Branchen profitieren besonders von den amorphen und nanokristallinen Kernmaterialien : -Industrie, -Bahn, -Automotiv, -E-Mobility, -Solar & Photovoltaik. Hauptanwendungen sind: § Stromkompensierte Drosseln für EMV Filter & Frequenzumrichter § Leistungstransformatoren § Ansteuerübertrager für IGBT § FI-Schutzschalter § Elektronische Energiezähler § Solar Wechselrichter § Ba_erie-Ladegeräte § Bordnetzumrichter § Stromversorgungen für KFZ § DC/DC Wandler § 42 V Bordnetzteile § Schweißgeräte § Röntgengeneratoren für die Medizintechnik
12:00 - 12:30
In 6 Schritten zum idealen Filter Herbert Blum, SCHURTER  
Die Ursachen von EMV-Störungen können unterschiedlichster Art sein. Daher sind Standard-Filter auch nicht immer die einfachste und beste Lösung. SCHURTER bietet neu ein sogenanntes „Evaluation Board“ an, mit welchem sich innert kurzer Zeit in einem iterativen Prozess ein nahezu ideales Filter für den spezifischen Störfall bauen lässt. Jeder Entwickler eines elektrischen oder elektronischen Gerätes steht vor demselben Problem: Am Ende muss das Gerät internationalen EMV-Richtlinien bezüglich Emission und Immission standhalten. Im Zeitalter der Substituierung mechanischer und mechatronischer Systeme durch rein elektrische kommt der EMV somit eine stetig wachsende Bedeutung zu. Ursprung EMV-Probleme entstehen zumeist im Leistungsteil. Wie die meisten Elektronik-Baugruppen wird auch der Leistungsteil vermehrt mit diskreten Komponenten auf Leiterplatten aufgebaut. Durch die hohe Integration zum Erreichen einer kompakten Bauform können thermische Probleme aufgrund hoher Ströme auf der Leiterplatte entstehen. Dadurch auftretende EMV-Störungen können sich wegen fehlender räumlicher Trennung auf benachbarte Baugruppen auswirken. Deshalb ist ein kompaktes Filter auf der Leiterplatte mit diskreten Komponenten oftmals die beste Lösung. Filter Design Um einen EMV-konformen Betrieb zu gewährleisten sind oft Netzfilter nötig. Dazu werden klassische LC-Filter verwendet, die aus einer Kombination von Störschutzkondensatoren und zumeist stromkompensierten Drosseln bestehen. Am realen Störer Der universelle Aufbau erlaubt den Aufbau einer LC-Filterschaltung. Zwei X-Kondensatoren können vor und nach der Drossel eingebaut werden sowie insgesamt vier Y-Kondensatoren. Zum Schutz gegen elektrischen Schlag sind Ableitwiderstände vorgesehen. Es empfiehlt sich, immer zuerst eine Messung ohne Filterkomponenten am Gerät zu machen. Dabei muss darauf geachtet werden, den maximalen Störpegel zu finden. Dieser ist entscheidend für die EMV-Konformität. Vor der Umsetzung Ist eine passende Schaltung gefunden, gilt es, einige Punkte zu beachten, bevor die Schaltung auf der Geräteplatine umgesetzt wird: - Massenanbindung der Y-Kondensatoren? - Ableitstrom der Y-Kondensatoren? - Erwärmung der Drossel? - Platzbedarf der Komponenten? - Temperatur-Rating der Komponenten ausreichend? - Spannungs-Ratings der Kondensatoren ausreichend? - Entsprechen die Kondensatoren den gängigen Sicherheitsanforderungen für die verwendete Netzspannung? Fazit Dank der neuen SCHURTER DKIH Evaluation Boards können verschiedenste Filterkonfigurationen schnell ohne Änderungen am Platinen-Layout eingemessen werden. Mit hohen L- und C-Komponentenwerten können die allermeisten Störungen ausreichend gedämpft werden. Die Kunst des optimalen Filterdesigns ist aber, die richtige Komponenten-Kombination zu finden.
12:30 - 13:00
Charakterisieren von passiven elektronischen Bauteilen Peter Maisel, MSPM Power  
Aus der nichtlinearen Charakteristik der Permeabili- tät zeigt sich, dass die Messung der Induktivität einer Spu- le abhängig vom verwendeten Arbeitspunkt des Messin- strumentes ist. Bei der Messung mit einem LCR-Meter oder eines Impedanzanlysators wird ein sehr kleines H- Feld an das Bauteil angelegt. Bei dieser Methode wird somit die Induktivität von der geringen initialen Permea- bilität µ INT bestimmt. Diese ist nur im Ursprung (siehe Abbildung 1) gültig, da das H-Feld in dem Bereich sehr klein ist. = (6) a In einer realen Applikation werden jedoch die induk- tiven Bauteile mit wesentlich höheren magnetischen Feld- stärken betrieben und es wirkt dadurch eine andere Per- meabilität µ. Es wird sich, wie in Formel (1) für R M zeigt, eine andere effektiv wirkende Induktivität im realen Be- trieb einstellen, als mit einer Kleinsignalausteuerung ge- messen wurde. Über den grundsätzlichen Zusammenhang aus (1) lässt sich die effektiv wirkende Induktivität einer Spule ermitteln. Eine an das zu messende Bauteil angelegte rechteckförmige Spannung führt zu einem linearen Stromanstieg in der Spule. In Abhängigkeit der eingestell- ten Spannungszeitfläche (Vµsec) wird auch das wirkende H-Feld eingestellt. Somit kann für die Ermittlung der ef- fektiv wirkenden Induktivität das in der Applikation auf- tretende H-Feld eingestellt werden. Da in den meisten Fäl- len die Spule bei einer konstanten Frequenz mit der Periodendauer T betrieben wird, lässt sich die Spannungs- zeitfläche Vµsec über die Amplitude der Spannung V L einstellen. Der Strom in der Spule steigt nun in Abhän- gigkeit der angelegten Spannungszeitfläche linear an. Mit dem resultierenden Stromanstieg I pp , während die Span- nung für die Dauer der Periodendauer an dem Bauteil an- liegt, kann die effektiv wirkende Induktivität (Real Life Inductance RLI) einer Spule ermittelt werden. Grundvoraussetzung für eine korrekte Ermittlung ist ein linearer Stromanstieg I pp in der Spule. Wird die Spule im Sättigungsbereich betrieben, ändert sich die Charakte- ristik der Permeabilität µ und der Stromanstieg erhöht sich nicht linear.
13:00 - 14:00
Mittagspause & Networking in der Ausstellung

Parallele Sessions

14:00 - 17:15
Session 3 Widerstände
14:00 - 14:45
Intensivseminar: Widerstände für hochauflösende digitale Systeme Ove Hach, VISHAY BCcomponents Beyschlag  
Die vorschreitende Digitalisierung hat in den vergangenen Jahrzehnten unser Leben grundlegend verändert. Heute gibt es in unserem Alltagsleben keinen Bereich, in dem nicht ein digitaler Schaltkreis seinen Dienst verrichtet. Immer leistungsfähigere µController ermöglichen die Umwandlung von analogen Signalen in hochaufgelöste digitale Signale - damit fangen die Schwierigkeiten erst an. Was ist bei der Auswahl der Widerstände für den vorgeschalteten Messverstärker zu beachten? Welche Fehlerquellen gilt es bezüglich Rauschen, Impulsfestigkeit und erweitertem Temperaturbereich auszuschließen, damit die analoge Schaltung zur digitalen Schaltung passt? Welchen Einfluss haben Temperaturkoeffizient, Layout und Bauform des Widerstandes auf das Kleinsignalverhalten, die Genauigkeit und Langzeitstabilität des Systems? All diese Fragen werden in diesem Vortrag besprochen und beantwortet.
14:45 - 15:15
Shunt ist nicht gleich Shunt: Ein Technologievergleich Darin Glenn, Vishay Electronic  
Auch in der zunehmend digitalen Schaltungswelt gibt es noch wichtige analoge Größen zu erfassen. Eine besondere Rolle nimmt dabei der elektrische Strom ein, der in Schaltungen wichtige Informationen liefert. Für viele Fälle ist hierbei die Messung mittels Shunt-Widerstand nicht nur die preiswerteste, sondern auch technisch beste Möglichkeit. Dazu stehen Entwicklern mehrere Technologien für Messwiderstände zur Verfügung. Alle haben gemein, dass sie nicht nur einen besonders niedrigen Widerstandswert und hohe Genauigkeit haben, sondern auch eine hohe Verlustleistung abführen können. Jedoch hat jede Technologie ihre ganz besonderen Vor- und Nachteile, die sie für bestimmte Anwendungen besser oder auch schlechter geeignet machen. Im Vortrag sollen die folgenden drei Gruppen einander gegenüber gestellt werden: • Metallstreifenwiderstände • Folienwiderstände • Dickschichtwiderstände Das Ziel ist, mittels eines Technologievergleichs die Stärken jedes Widerstandstyps heraus zuarbeiten und so eine Hilfestellung bei der Auswahl für die jeweils technisch und kommerziell geeignetste Technologie zu geben.
15:15 - 15:45
Keramik-Varistoren zum Überspannungsschutz Bettina Renz, TDK Electronics  
Der Schutz elektrischer Schaltungen gegen Überspannung ist ein fester Bestandteil des Pflichtenhefts bei der Entwicklung. Hierfür gibt es verschiedene Technologien, die in Anwendungsbereiche, Verbindungstechniken, Energieaufnahmevermögen sowie die parasitären Einflussgrößen unterteilt sind. Der Vortrag zeigt anhand von Material- und Bauteilparametern von Überspannungs-Schutzbauelementen, welcher Zusammenhang zwischen Performance-Werten und zuverlässigem Schutz besteht. Des Weiteren werden verschiedene Überspannungsschutztechnologien gegenübergestellt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei einer völlig neuen Technologie gewidmet, bei der der Überspannungsschutz in die Leiterplatte integriert ist.
15:45 - 16:15
Kaffeepause & Networking in der Ausstellung
16:15 - 16:45
Überstrombegrenzung mit NTC- und PTC-Thermistoren Hans Prem, TDK Electronics  
Leistungsstarke Lasten sind beim Einschalten für Sicherungen und Bauelemente ein großer Stressfaktor, da hierbei sehr hohe Ströme fließen. Außerdem kann es zum unerwünschten Auslösen von Sicherungen kommen. Um diese zu vermeiden, empfiehlt sich der Einsatz von Einschaltstrom-Begrenzer auf der Basis von NTC- und PTC-Thermistoren, die auch kombiniert eingesetzt werden können.
16:45 - 17:15
Effektiver ESD-Schutz mit TVS-Dioden Robert Demharter, Würth Elektronik eiSos  
Warum ESD Schutz? - Einfluss von ESD auf sensible Strukturen - Human Body Model & Teststandards Übersicht der TVS Dioden - Bauformen - Arten: Uni-, Bipolar und Rail-to-rail: Vor- und Nachteile - Einsatzbereiche - Ersatzschaltbilder - Elektrische Kennwerte und deren Bedeutung - Transmission Line Pulsing Anwendungen - Vergleich sowie Vor- und Nachteile zu keramischen und polymer Schutzbauelementen - Warum der IC nicht die TVS-Diode schützen sollte - Designmöglichkeiten und Empfehlungen - Schutz von schnellen Datenleitungen - Praxisbeispiel: Komplettbefilterung einer USB-Schnittstelle

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