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Ein Event von

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10. Juli 2019
Stadthalle Sindelfingen

Anwenderforum Leichtbaurobotik & MRK

Programm

Mittwoch, 10. Juli 2019

08:55 - 17:00
Vortragsprogramm
08:55 - 09:00
Begrüßung Andreas Knoll , Markt&Technik; Engelbert Hopf , Markt&Technik
09:00 - 09:30
Keynote: Welche Chancen eröffnen Leichtbauroboter kleineren und mittelgroßen Unternehmen? Dieter Pletscher , Kassow Robotics  
Noch vor wenigen Jahren geisterte das Verlagerungsgespenst durch die Industrie. Selbst exzellent aufgestellte kleine und mittlere Industriebetriebe hatten wenig Chancen, ihre Produktionskosten in Westeuropa wettbewerbsfähig zu halten. Die Folge: Verlagerung nach Asien oder gar die komplette Aufgabe jener Produktionsbereiche und „buy“ statt „make“. Für Konzerne und große Player spiel(t)en als „Gegenmittel“ zur Abwanderung schon lange hochkomplexe Robotik-Lösungen als Teil der Produktion eine Schlüsselrolle. Kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU) taten sich hier jedoch eher schwer. Zum einen fehlt ihnen hier die Flexibilität für den multiplen Einsatz – und zwar im doppelten Sinne: Es gibt inhouse keine Robotik- Ingenieure, die sich um die hochkomplexe Programmierung und kleinste „Batches“ bis hin zur „Losgröße 1“ kümmern könnten; und auch das Gewicht der Roboter lädt nicht dazu ein, ihn ständig an andere Orte der Produktion für wieder neue Anwendungen umzustellen. Last but not least bedeuten klassische Roboter für kleinere, nicht so finanzkräftige Marktteilnehmer oft eine extrem hohe Investition. Seit ein paar Jahren ist eine ganz neue Entwicklung zu beobachten: Kleine wie große Unternehmen holen verstärkt Produktion wieder nach Westeuropa zurück! Hierbei hilft auch der Einsatz von Cobots, also Leichtbaurobotern für die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit. Denn diese sind gleich aus mehreren Gründen eine finanziell überschaubare Investition. Sieben Aspekte seien hier herausgegriffen: 1) Cobots sind Leichtgewichtroboter, die problemlos in der Produktion von einem Ort zu einem anderen umgestellt werden und so für viele Zwecke zum Einsatz kommen können. 2) Cobots brauchen nicht selten keine oder nur eine minimale Schutzumhausung und sind somit für die direkte Mensch-Maschine-Zusammenarbeit geeignet. 3) Die Bedienfreundlichkeit von Cobots ist meist einfacher als bei „klassischen“ Robotern; so basiert beispielsweise die Bedieneinheit der Cobots von Kassow Robots auf einem Standard-Tablet – also einer Technologie, mit der heute alle arbeiten können. 4.) Diese Woche Pick-and-place, nächste Woche Qualitätskontrolle, übernächste Woche wieder etwas anderes: Unternehmen bleiben flexibel, denn Cobots können bei Bedarf einfach für verschiedene Aufgaben umprogrammiert werden 5.) Kleine Losgrößen gefällig? Cobots sind wie gemacht auch für kleine so genannte „Batches“ – selbst „Losgröße 1“; ein Aspekt, der in Zeiten zunehmender Produktindividualisierung eine große Rolle spielt. 6.) Die Mitarbeiter können extrem eintönige und ungesunde Aufgaben abgeben und in Zusammenarbeit mit dem Cobot sinnvoller arbeiten. So können Unternehmen ihre Mitarbeiter de facto viel länger an Bord halten – beim aktuellen Fachkräftemangel ein wichtiges Argument 7.) All diese soeben vorgestellten sieben Vorteile führen dazu, dass der Return-on-Investment (ROI) oftmals unter einem Jahr liegt.
09:30 - 10:00
Kollaborative Robotik - eine Herausforderung für Maschine und Mensch Dr. Albrecht Hoene , Kuka Deutschland
10:00 - 10:30
Kollaborativ versus nicht-kollaborativ: Der Widerspruch zwischen Sicherheit und Verfügbarkeit Christoph Ryll , Christoph Ryll Robotics Consulting  
Das Thema Mensch Roboter Kollaboration (MRK) ist seit einiger Zeit in aller Munde. In den Präsentationen der großen Fachkonferenzen gehört die MRK mitsamt ihren vier Methoden mittlerweile ebenso zum Standard wie eine Folie über die Industrie 4.0. Dabei ist die MRK keine Erfindung der letzten Jahre. Mit dem Aufkommen der „kleineren“ Leichtbauroboter (LBR) in dieser Zeit ist das Thema allerdings für viele erst greifbar geworden und seitdem stark gewachsen. Oft hört und sieht man jedoch nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten, die uns die LBRs bieten. Dabei steht zwischen der herkömmlichen Applikation und einem effizienten LBR-System lediglich ein individuell angepasstes Sicherheitskonzept. Ein passendes Beispiel dafür ist die Nutzung eines PKWs. Ein Fahrzeug muss durchaus in der Lage sein, im Schritttempo zu fahren, um in entsprechende Situation den Fahrer und seine Umwelt nicht zu gefährden. Niemand würde deshalb aber auf die Idee kommen, eine leere Landstraße bei guter Sicht mit 5 km/h zu befahren. Genauso muss man sich bei Robotern die Frage stellen: Macht es Sinn, das System so auszulegen, als würde ein Mensch acht Stunden neben ihm stehen, obwohl der Roboter zu 90 Prozent der Zeit allein seine Arbeit verrichtet? Oft sehe ich bei meiner Beratungstätigkeit Roboterapplikationen, die in dieser Art beschränkt werden sollen, obwohl weit und breit kein Mensch zu sehen ist. Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit erübrigt sich natürlich in solchen Fällen. Eine Trennung der Lebensphasen des Systems kann hier die Lösung sein. Es ist absolut möglich, den Roboter zu 90 Prozent wie einen effizienten Industrieroboter (inkl. sekundären Sicherheitstechniken) und zu 10 Prozent wie ein gedrosseltes System für den Menschenkontakt zu behandeln (beispielsweise mit der fast in jedem LBR integrierten Kraft- und Leistungsbegrenzung). Es sind genau solche individuell abgestimmten hybriden Lösungen, die eine effiziente Kollaboration zwischen Mensch und Roboter möglich machen und so sowohl Fachkräfte dauerhaft entlasten- und gleichzeitig Arbeitsprozesse wirtschaftlicher machen können.
10:30 - 11:00
Kaffeepause & Networking in der Ausstellung
11:00 - 11:30
MRK aus Sicht der Produktionstechnik: Roboter integrieren – aber wie? Michael Weinmann , Pilz; Benedikt Swensson , Pilz
11:30 - 12:00
Safety und Security von Leichtbauroboter-Anwendungen Nikolai Ensslen , Synapticon
12:00 - 12:30
Roboter programmieren mit Apps und ohne Spezialwissen Martin Naumann , drag&bot  
Gerade mittelständische Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen beim Einsatz von Industrierobotern in Ihrer Produktion: Den Mitarbeitern fehlen in der Regel die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit Robotern. Die notwendigen Schulungen der Roboterhersteller sind zeitaufwändig und teuer, so dass Automatisierungsprojekte häufig an Dienstleister, sogenannte Systemintegratoren, vergeben werden. Ihr Spezialwissen und Engineering-Aufwände lassen sich Integratoren gut bezahlen, was dazu führ, dass nur gleichbleibende Prozesse mit sehr hohen Stückzahlen für eine Automatisierung in Fragen kommen. Gleichzeitig sind die Unternehmen dadurch stark von diesen Dienstleistern abhängig, jede Anpassung ist mit viel Aufwand verbunden. Eigenes Wissen in der Automatisierung ist allerdings die Voraussetzung dafür um in Zukunft flexibler und kosteneffizientierter mit Robotern automatisieren zu können. Dafür wurde drag&bot entwickelt: Mit Hilfe der Software können Industrieroboter so einfach wie ein Smartphone benutzt werden. Zur Steuerung des Roboters sind keinen speziellen IT oder Programmierkenntnisse erforderlich. Unterschiedliche Robotermarken und Modelle können über eine einheitliche Benutzeroberfläche verwendet werden. Die Schnittstellen zu gängigen Greifern, Kameras oder SPS Systemen werden bereits mitgeliefert – eine aufwändige Integration entfällt. Auf Wunsch unterstützen wir Unternehmen auch bei der Bewertung der Machbarkeit möglicher Roboteranwendungen oder Helfen bei der Auswahl der richtigen Hardware und initialen Inbetriebnahme.
12:30 - 13:30
Mittagspause & Networking in der Ausstellung
13:30 - 14:00
Die Vielfalt von MRK-Anwendungen anhand von Praxisbeispielen Helmut Schmid , Universal Robots  
Die Robotik ist im Wandel. Universal Robots (UR) prägt diesen Wandel seit zehn Jahren entscheidend mit. Heute sind mehr als 31.000 kollaborierende Roboter des Weltmarktführers erfolgreich im Einsatz. In seinem Vortrag stellt Helmut Schmid, Geschäftsführer der Universal Robots (Germany) GmbH und General Manager Western Europe, anhand von Anwendungsfällen dar, wie einfach und schnell sich Cobots in Produktionsabläufe integrieren lassen. Sie erfahren, inwiefern sich Cobots von herkömmlichen Industrierobotern unterscheiden und nach welchen Kriterien diese direkt mit dem Menschen arbeiten dürfen. Das Besondere: Die Cobots von UR können in kürzester Zeit ohne Programmierkenntnisse in Betrieb genommen werden. Viele dieser Roboter-Kollegen erleichtern monotone und körperlich anstrengende Arbeitsabläufe. Helmut Schmid zeigt Ihnen ganz konkrete Praxisbeispiele – in Bild und Ton. Sie sehen, wie die kollaborierenden Roboter selbst kleinste Teile handeln können oder mit zerbrechlichen Materialien, wie Glas, arbeiten. In seiner Präsentation geht Schmid zudem auf die Herausforderungen von produzierenden Unternehmen ein, wie zum Beispiel den Fachkräftemangel, und zeigt auf, wie Cobots hier sinnvoll unterstützen können. Denn: Weniger als 10 Prozent aller Tätigkeiten sind überhaupt vollständig automatisierbar. Arbeiten dagegen Mensch und Roboter Hand in Hand sind Produktionssteigerung um 50 Prozent zu erwarten, ohne Arbeitsplätze abbauen zu müssen. Fertigungen, die auf Mensch-Roboter-Kollaborationen setzen, sind sogar um 85 Prozent produktiver als solche, in der Menschen und Roboter jeweils alleine arbeiten. Gerade KMUs scheuen sich jedoch oft, Teile ihrer Produktion zu automatisieren – etwa, weil sie große Umstrukturierungen befürchten. Abschließend erläutert Helmut Schmid daher, wie Unternehmen Cobots in fünf einfachen Schritten in ihre Fertigung integrieren.
14:00 - 14:30
Rechtliche Aspekte der Mensch-Roboter-Kollaboration Thomas Suchanek , Yaskawa Europe
14:30 - 15:00
Neue Potenziale und Anwendungen in der Automatisierung durch kollisionsfreien Betrieb von Leichtbaurobotern erschließen Darius Wilke , Realtime Robotics
15:00 - 15:30
Kaffeepause & Networking in der Ausstellung
15:30 - 16:00
Die Herausforderungen der kollaborativen Robotik für die Greiftechnik Dr. Julian Schneider , J. Schmalz
16:00 - 16:30
Entwicklung und Einsatzplanung mobiler linearer Robotersysteme in der Reinraumfertigung Harald Heinrich , Infineon Technologies Dresden
16:30 - 17:00
Abschluss-Keynote: Harmonie zwischen Mensch und Maschine - kollaborative Robotik als Zwischenschritt zur Industrie von morgen Sven Kaluza , Omron Electronics

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